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Erbschein Fristen

  • Erben ist zunächst einmal meist damit verbunden, dass man vieles regeln muss. Liegt ein Testament vor, braucht in einigen Fällen gar kein Erbschein beantragt werden. Doch nicht immer ist ein gültiges Testament vorhanden und der Antrag auf einen Erbschein muss gestellt werden. Im Allgemeinen geht ein Erbe automatisch kraft des Gesetzes auf den Erben über, ohne dass dieser etwas veranlassen muss. Doch um seine Erbansprüche zu beweisen, muss der Erbe häufig belegen, dass er wirklich der rechtmäßige Erbe ist. Insbesondere, wenn es um das Vererben eines Grundstückes geht, ist in aller Regel ein Erbschein nötig. Um beim Grundbuchamt die Umschreibung vornehmen zu können, verlangt das Amt im Allgemeinen einen Erbschein. Auch die notwendigen Umschreibungen im Handelsregister werden zumeist nicht ohne Erbschein ausgeführt.

    Was ist ein Erbschein?

    Der Erbschein wird vom Nachlassgericht oder vom Notariat ausgestellt und ist ein Dokument, das dem Erben bescheinigt, der rechtmäßige Erbe zu sein. In einem Erbschein steht auch, ob der genannte Erbe Alleinerbe ist oder ob es noch andere Miterben gibt. Auch die Größe des Erbteils wird hier vermerkt. Beantragt werden kann der Erbschein beim Nachlassgericht. Damit ist das Amtsgericht gemeint, in dessen Bereich der Erblasser seinen letzten Wohnsitz hatte. Ist der Erbschein ausgestellt worden, kann der Erbe dann beispielsweise beim Grundbuchamt die Umschreibung eines Grundstücks veranlassen oder den Erbschein auf der Bank oder Sparkasse vorzeigen und dann über die Konten des Erblassers verfügen.

    Erbschein Fristen und Formen

    Möchte der potentielle Erbe die Erbschaft nicht antreten, kann er diese ausschlagen. Hierfür muss er allerdings bestimmte Formen und Fristen einhalten. Eine Ausschlagung einer Erbschaft kann nur innerhalb einer Frist von sechs Wochen erfolgen. Die Frist beginnt jedoch nicht mit dem Tod des Erblassers, sondern erst dann, wenn der Erbe Kenntnis von dem Erbe erlangt hat. Manchmal müssen Erben auch erst gesucht werden, daher kann die Frist nicht bereits beim Tod des Erblassers beginnen. Damit die Ausschlagung der Erbschaft wirksam ist, muss diese gegenüber dem Nachlassgericht erfolgen. Der potentielle Erbe, der die Erbschaft nicht antreten will, vereinbart einen Termin beim Nachlassgericht und gibt dort die Ausschlagung zur Niederschrift. Möchte der Erbe die Erbschaft annehmen und liegt ein notarielles oder ein handschriftliches Testament des Erblassers vor, so geht der Erbe mit diesem Testament und der Sterbeurkunde zum Nachlassgericht. Dort beantragt er die Eröffnung des Testaments. Ist es notwendig, kann er gleichzeitig einen Antrag auf Erteilung eines Erbscheins stellen. Dazu sind verschiedene Unterlagen und Dokumente notwendig, über die das Nachlassgericht im Einzelnen informiert.